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SJ Namo FreeMotion  2006

FM 2006 
FM 2008 

Testbericht


Stand: August 2006

Vorwort

Seit April 2006 ist FreeMotion 2006 in deutsch verfügbar, ein Programm, mit dem man Flash-Animationen erstellen, importieren und bearbeiten kann.

Ich finde, dass Flash-Animationen die ideale Ergänzung für eine Homepage sind und somit ist Namo FreeMotion die ideale Ergänzung zum WebEditor.

Sei es ein schickes animiertes Banner oder einige Buttons oder auch eine komplette animierte Navigationsleiste. Auch Fotoalben lassen sich hervorragen mit Hilfe einer Flash-Animation darstellen. Und genau das - und natürlich noch viel mehr - kann man mit Namo FreeMotion ganz einfach erzeugen, wobei einem Assistenten und eine Reihe Vorlagen helfen, selbst wenn man noch nicht so fit in der Animationstechnik ist.

Auch fortgeschrittene Anwender werden ihren Spaß haben, denn Namo FreeMotion enthält alle Funktionen, die man braucht, um auch komplexe Flash-Filme zu erzeugen, bis hin zu Action-Script 2.0. Natürlich kann man nicht nur Namo-Eigene Flash-Filme produzieren. Namo FreeMotion unterstützt das Importieren von Flash-Filmen im .swf- und .exe-Format (Flash-Projektordateien) und ist dabei kompatibel zu Flash-Version 4, 5, 6 und 7. Mit ActionScript 1.0 oder 2.0 erstellte Skripts können dekompiliert und im Bedienfeld Aktion angezeigt werden. Beim Import von .swf-Files können die Ressourcen dieser Filme in die Bibliothek übernommen werden, um sie für eigenen Filme weiter zu verwenden. Man kann .swf-Dateien also nicht bloß importieren, sondern zudem praktisch alle Elemente dieser Dateien bearbeiten oder ersetzen, ohne dass eine .fla-Datei verfügbar sein muss.

 

Installation

Namo FreeMotion installiert sich quasi von selbst, sobald man die Installationsdatei startet. Dabei hängt es sich auch gleich in den Internet Explorer ein und bereichert ihn um das Extra " Namo SWF Catcher" . Damit kann man Flash-Animationen von einer WebSite speichern oder direkt in FreeMotion öffnen. Die über 750 Dateien von Namo FreeMotion benötigen nur etwas über 32 MB auf der Festplatte.

 

Erster Start

Beim allerersten Start muss man zunächst die Seriennummer und den Lizenzcode eingeben, um die Software freizuschalten. Danach startet die Software und präsentiert ein Popupfenster mit dem Vorlagen-Assistenten:
erste begüßung durch den vorlagenassistenten
Wie man sieht, gibt es Assistenten, mit denen man ruckzuck ein Fotoalbum, ein Banner, Navigationsbuttons oder eine Diashow erstellen kann. Dies ist wohl der schnellste Einstieg in Namo FreeMotion. Wenn man diese Vorlagen aber nicht benötigt, dann schaltet man dieses Popup für zukünftige Programmstarts einfach ab.


Während der erste Start nach der Installation noch prima verlief, erhielt ich beim nächsten Start diese Fehlermeldung:
mit eingeschränkten rechten läuft freemotion nicht!

Leider hält sich das Programm nicht an sein Versprechen, dass man es nach dem ersten Start als Administrator mit jedem Account betreiben kann. Jedenfalls nicht, wenn es sich um ein Account mit eingeschränkten Rechten handelt. Man muss Namo Freemotion also stets mit Admin-Rechten starten.

Also gut. Dafür gibt es ja nach Rechtsklick auf das Desktopsymbol die Option " Ausführen als..." .

Und dann war es endlich so weit. Mit dem Vorlagenassistenten erzeugte ich mein erstes Beispielbanner. Anschließend wollte ich es noch ein wenig nachbearbeiten. Aber ich muss zugeben, dass ich erstmal nicht wusste, wo ich ansetzen sollte. Wenn man noch nie mit einem Flash-Editor gearbeitet hat, dann hat man einfach keinen Plan. Absolute Flash-Anfänger müssen sich also mit dem bescheiden, was der Assistent hervorbringt. Wenn man sich näher in das Programm einarbeiten will, dann muss man sich Kenntnisse über den Aufbau einer Flash-Animation aneignen. Das Handbuch und die Programmhilfe reichen dafür aber kaum aus. Man muss sich die Flash-Grundkenntnisse ggf. erst aus anderen Quellen besorgen.

 

Die wichtigsten Features

Namo FreeMotion erstellt, importiert, bearbeitet, exportiert Flash-Animationen aller Art.

Dazu bietet das Programm eine reiche Auswahl an Funktionen, wie: Formendesigner (Vektorformen erzeugen wie in WebCanvas), Textbearbeitung einschließlich Texteffekte, Erstellung von Filmclips, Schaltflächen, Bewegungs-Tweens, gesteuerte Bewegungen, Maskenebenen, Streamsounds, Ereignissounds...

Vektorbasierte Bilder, beispielsweise im svg-Format können in FreeMotion importiert und bearbeitet werden.

Man wird von Assistenten und einer reichen Auswahl an Vorlagen und Animationseffekten unterstützt. Der Vorlagen-Assistent erlaubt z.B. das Erstellen von Bannern und Schaltflächen, sowie von animierten Fotoalben und Diashows mit wenigen Mausklicks.

Filme in den Formaten *.mov, *.mpg und *.wmv, sowie die Real Media Dateien *.rm und *.rmvb können importiert und anschließend bearbeitet werden. Der Videoimport-Assistent unterstützt die Vorschau und Bearbeitung eines Videos noch bevor es importiert wird.

Text kann an beliebiger Stelle in die Animation eingebaut werden. Natürlich kann man alle Textparameter einstellen, wie Farbe, Schriftgröße, Schriftart, Schriftstil. Und man kann natürlich auch Hyperlinks erstellen. Die Schriftarten können wahlweise in die Flash-Datei eingebettet werden.

Namo FreeMotion unterstützt Ereignissounds und auch Streamsounds, die abgespielt werden, sobald eine ausreichende Datenmenge heruntergeladen wurde. Dabei hat man die Wahl zwischen MP3- und ADPCM-Format. Und natürlich lässt sich auch die Abtast- und Bitrate festlegen.

In insgesamt 9 Bedienfeldern hat man jede Aktion und jede Einstellung immer im Blick und jedes Bearbeitungswerkzeug sofort zur Hand. Natürlich lassen sich alle Bedienfelder nach Herzenslust positionieren, ein- oder ausblenden. Und hat man mal alles durcheinander gebracht, dann bringt man es mit einem Klick wieder zurück auf die Originalposition.

Profis freuen sich über den Action-Script 2.0 Editor mit automatischer Codevervollständigung, farblicher Syntaxhervorhebung und mehr.

Die fertige Animation kann als Shockwave-Flash-File (*.swf) oder als Flash-Projektordatei (*.exe) exportiert werden.

Einzelbilder können aus der Animation exportiert werden, wobei man die Qualität des Bildes (und die resultierende Dateigröße) einstellen kann

Namo FreeMotion erweitert den Bowser um eine Funktion, mit der man Flash-Filme von einer beliebigen Webseite speichern oder zur Bearbeitung direkt an FreeMotion schicken kann (Namo SWF-Catcher).

Namo FreeMotion 2006 ist kompatibel zu Flash Version 4 bis 7 einschließlich ActionScript 1.0 und 2.0. Auch ohne Zugriff auf das *.fla-File können Flash-Animationen importiert und komplett bearbeitet werden.

 

Etwas Praxis

Von der Bedienung her erinnert Namo FreeMotion an ein Gemisch aus WebCanvas und GIF-Animator mit Timelines aus dem WebEditor. Wer mit diesen Programmen/Funktionen klar kommt, der hat auch keine großen Schwierigkeiten, sich in Namo FreeMotion einzuarbeiten. Wer sich noch nie mit Animationstechnik befasst hat, der hat allerdings einiges zu lernen, bevor er so richtig Freude an dem Programm haben wird. Das Handbuch und die Programmhilfe bringen einen auf den richtigen Weg, wenn man sie konsequent von Anfang bis Ende durcharbeitet. Ohne jegliche Flash-Grundkenntnisse tut man sich aber sehr schwer.

Der absolute Flash-Laie kann auf die Schnelle ein schickes Banner oder ein tolles Flash-Fotoalbum erstellen, indem er den Vorlagen-Assistenten verwendet. Damit geht die Erstellung der Flash-Animation wirklich Kinderleicht.

 

Probleme und Schwächen

Abgesehen von der etwas hakeligen und nicht sonderlich komfortablen Bedienung konnte ich bisher noch keine Probleme in der Software finden.

Beispiel für den fehlenden Komfort:
Wenn man ein einzelnes Symbol (Filmclip) bearbeitet, dann werden nur die Ebenen dieses Symbols angezeigt. Der Hauptfilm inklusive Hintergrund wird ausgeblendet. Ist man umgekehrt im Hauptfilm, dann werden einige Filmclips nur als Symbol angezeigt. Man muss also immer wieder die Vorschau bemühen, damit man überblicken kann, was man tut.

 

Bugs

Ein einziges mal ist Namo FreeMotion abgestürzt. Ich machte einen Rechtsklick im Menü " Effect-Settings" (Effekt konfigurieren), weil ich hoffte, aus einem Kontextmenü weitere Einstellungen auswählen zu können. Aber Namo FreeMotion beendete sich einfach. Wiederholen ließ sich das nicht. Also kann es auch an Windows gelegen haben.

Updates und Upgrades

Die deutsche Fassung gibt es nur als Vollversion im ESD-Format. Das Handbuch kommt als PDF-Datei. Namo FreeMotion 2006 in deutsch ist noch ganz neu. Also gibt es noch kein Upgrade und auch kein Bugfix (Update).

Besitzer einer englischen Vorversion können leider nicht auf die deutsche Fassung upgraden, sondern nur auf die englische. Dafür gibt es die englische Fassung auch als " boxed" Softwarepaket. Also mit CD und richtigem Handbuch. Und: Shipping is free.

 

Fazit

Otto-Normaluser kann Namo FreeMotion bereits gut gebrauchen. Mit Hilfe des Vorlagen-Assistenten kann er einige sehr schöne Flash-Animationen erstellen. Ob das allein schon sein Geld wert ist, das muss allerdings jeder für sich abschätzen.

Als ambitionierte(r) Flash-Einsteiger(in) wird man sich über den günstigen Preis freuen und mit Namo FreeMotion seine ersten Schritte machen. Es gibt viel zu lernen. Dafür benötigt man auf jeden Fall mehr als nur das Benutzerhandbuch. Hat man sich gute Grundkenntnisse über Flash aus anderen Büchern angeeignet, dann wird man diese mit etwas Mühe auch in Namo FreeMotion umsetzen und somit die weiterführenden Möglichkeiten von Namo FreeMotion erlernen.

Fortgeschrittene Flash-Bastler können zwar sicher mehr mit Namo FreeMotion anfangen, aber sie werden wohl bessere Programme kennen und auch verwenden. Zugegebenermaßen zu einem höheren Preis.

 

Wo bekommt man Namo FreeMotion?

FreeMotion 2006 ist nicht mehr aktuell.
Sehen Sie bitte nach bei Namo FreeMotion 2008.

 

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