Im September 2007 kam die neue Version Namo FreeMotion 2008 heraus. Und das gleich auch in deutsch und wer ganz schnell war, bekam sie bis Ende Oktober 2007 sogar zum halben Preis, also für nur € 25,--.
So mancher hat Java oder JavaScript in seinem Browser aus Sicherheitsgründen deaktiviert. Normale Banner fallen oft einem Werbemüll-Entsorgungsprogramm zum Opfer. Aber Flash ist bei den meisten installiert und wird daher auch in seiner vollen Pracht dargestellt. Daher sind Flash-Animationen die ideale Ergänzung für eine Homepage, was Namo FreeMotion zur idealen Ergänzung zum WebEditor macht.
Allerdings ist die Erstellung von Flash-Animationen nicht so einfach und setzt entsprechende Erfahrungen bei der Flashbearbeitung voraus. Da kann der Anfänger froh sein, dass Namo FreeMotion einige Vorlagen mitbringt, mit deren Hilfe man ohne Flash-Kenntnisse schnell mal ein animiertes Banner, einige Buttons oder auch eine komplette animierte Navigationsleiste erzeugen kann. Sehr schön sind auch die Fotoalben bzw. Diashows in Form einer Flash-Animation. Schade nur, dass die neue Version 2008 nicht noch viel mehr
Vorlagen für den Assistenten mitbringt. Die neuen Features bedienen
vielmehr
die fortgeschrittenen Anwender.
Als da wären:
Zusätzliche und verbesserte Zeichen- und Auswahlwerkzeuge
Zwei zusätzliche Typen von Tween-Animationen
Benutzerfreundlichere Zeitleiste mit neuen Funktionen
Wiedergabe direkt im Entwurfsfenster (fast schon wie WYSIWYG)
Verbesserungen in der Programmbedienung
Zusätzliches Bedienfeld "Galerie" für eigene Ressourcen
Beim Import von SWF-Dateien können (fehlende) Fonts ersetzt werden
a) durch eine andere auf dem System installierte Schrift
b) durch die Umformung von statischem Text in Formen.
Speichern einer importierten Videodatei als Flash-Video (*.flv)
Neue Aktionsscript-Einstellungen für den Film-Export.
Symbole (Objekte) können nun auch in Grafiksymbole umgewandelt werden.
Mit dem Browser-Helper "Namo-SWF-Catcher" ließen sich Flash-Animationen direkt speichern, um sie dann in Namo FreeMotion zu öffnen. In Version 2006 stand dieses Browser-Tool nur für den Internet Explorer zur Verfügung. Ab Version 2008 wurde nun auch Mozilla Firefox unterstützt. Leider funktioniert das aber nur bis Firefox 2 und IE6. Die aktuellen Version Firefox 3 und IE8 lehnen diesen Browser-Helper ab und derzeit steht kein Update seitens Namo zur Verfügung. Das ist aber halb so schlimm, denn es gibt
ja genügend andere Flash-Download-Tools im WWW.
Als ich frohen Mutes die Installationsdatei (FreeMotion2008DeuSetup.exe) startete, die ich von Digital River heruntergeladen hatte, sah ich zunächst das Logo. Dann startete der Installationsvorgang, bei dem offenbar erstmal nur die Dateien entpackt wurden. Und als der Fortschrittsbalken noch nicht ganz den Rechten Rand erreicht hatte, hieß es plötzlich: "Installation von Namo FreeMotion 2008 ist fehlgeschlagen". Aus die Maus.
"Ja prima", dachte ich mir. "Kann ja mal vorkommen". Ich startete den Computer neu und probierte es noch einmal. Leider mit dem selben Ergebnis!
"Vermutlich", so dachte ich mir, "liegt es daran, dass ich noch Windows XP SP1 verwende und nicht SP2." Aber um sicher zu gehen, wollte ich es mal mit der englischen Fassung probieren. Die lag mir natürlich nur als Trialversion vor. Ergebnis des Installationsversuches:
Sieh mal einer an. Da hatten die Übersetzer bei der deutschen Fassung wohl etwas (un)wesentliches weggelassen. Hier aber findet man nun eine wichtige Zusatzinformation: "Remove Namo FreeMotion 2006 or Namo FreeMotion 2008 from your system and try again." heißt, dass man eine bestehende Namo FreeMotion Installation erst vom System entfernen muss.
Gesagt - getan. Nachdem ich FreeMotion 2006 deinstalliert hatte, konnte ich FreeMotion 2008 tatsächlich installieren. Das ist jetzt eigentlich schade, denn ich wollte die beiden Versionen eigentlich miteinander vergleichen können.
Ab dieser Stelle ging es dann jedenfalls wie gewohnt weiter, bis auf eine Besonderheit: Der SWF-Catcher steht nun optional auch für Mozilla Firefox zur Verfügung. Hat man diesen ausgewählt, dann ruft das Installationsprogramm die Webseite http://www.namo.com/downloads/freemotion/catcher_firefox.php auf. Hier findet man einen Link, den soll man anklicken, um die nötige Firefox-Erweiterung zu laden und zu installieren. Dies muss man aber
aus Firefox
heraus tun und nicht mit dem Internet Explorer, der sich sehr wahrscheinlich öffnet, während man FreeMotion 2008 installiert. Aber man kann die Datei swfcatcher.xpi ruhig schonmal downloaden und auf der Festplatte speichern. Später kann man die angegebene Seite mit Firefox aufrufen und dann durch einen Klick auf den Link die Erweiterung installieren. - Wenn das klappt.- Ich habe das zunächst mal vergeblich versucht, da Firefox die Datei "swfcatcher.xpi" immer nur downloaden wollte. Die
Installation der Erweiterung wollte einfach nicht starten. Daher habe ich einfach die Datei auf der Festplatte gespeichert und dann von dort aus mit Firefox aufgerufen. Und siehe da - nach einer Sicherheitsabfrage startete die Installation.
Nach der Installation umfasst Namo FreeMotion 2008 genau 863 Dateien in 70 Ordnern mit insgesamt etwas über 41 MB. Also etwa 9 MB mehr als bei Version 2006. Das ist schon ein Hinweis darauf, dass es nicht viel neues gibt.
Beim allerersten Start muss man zunächst die Seriennummer und den Lizenzcode eingeben, um die Software freizuschalten. Danach meldet das Programm:
Klickt man auf den Button [Registrieren], so wird man zur Support-Website von Namo geführt. Besser wäre es eigentlich, wenn man zur gleich zur Softwareregistrierungsseite gelangen würde. Wer bereits andere Programme (z.B. Namo WebEditor) oder die Vorgängerversion (FreeMotion 2006) bei Namo.com registriert hatte, der sollte sich nicht komplett neu registrieren, sondern dem Link folgen: "Register more Products". Hierzu muss man seine User-ID und das Passwort für den Namo-Login bereithalten. In dem entsprechenden Formular bei Namo.com gibt man die Seriennummer und den CD-Key genau so ein, wie sie vorliegen. Also mitsamt Trennstrichen. Bei der erstanmeldung nennt man Seinen Namen und Adresse sowie - ganz wichtig - eine Emailadresse,
unter der man auch wirklich zu erreichen ist.
Die Registrierung kann man auch später vornehmen. Weiter im Programm geht es aber nur, wenn man auf [OK] klickt. Wie schon in der Version 2006 präsentiert das Programm nun erstmal ein Popupfenster mit dem Vorlagen-Assistenten:
Wie man sieht, gibt es Assistenten, mit denen man ruckzuck ein Fotoalbum, ein Banner, Navigationsbuttons oder eine Diashow erstellen kann - genau wie in Version 2006. Also hier leider nichts neues! Für den Anfänger sind diese Vorlagen eigentlich der einzige Weg, um mit FreeMotion zu arbeiten. Fortgeschrittene Anwender benötigen diese Vorlagen nicht unbedingt und können daher das Häkchen bei "Dieses Fenster beim Start anzeigen" entfernen.
Nach der etwas holprigen Installationsphase und dem darauf folgenden ersten Start verließ ich nun den Administrator-Account und versuchte den ersten Start unter einem Benutzerkonto mit eingeschränkten Rechten (zur Erinnerung: ich arbeite mit Windows XP). Hurra, keine Fehlermeldung! Aber das Programm verlangt nochmals nach der Freischaltung mittels Seriennummer und CD-Key. Offenbar merkt sich Namo FreeMotion 2008 die Freischaltung nicht zentral für alle Benutzer, sondern für jedes einzelne
Benutzerkonto. OK, nicht so schlimm.
Nachdem ich also ein weiteres mal meine Registrierungsdaten eingegeben habe startete das Programm.
Namo FreeMotion erstellt, importiert, bearbeitet, exportiert Flash-Animationen aller Art.
Dazu bietet das Programm eine reiche Auswahl an Funktionen, wie: Formendesigner (Vektorformen erzeugen wie in WebCanvas), Textbearbeitung einschließlich Texteffekte, Erstellung von Filmclips, Schaltflächen, Bewegungs-, Form- und Bildübergangs-Tweens, gesteuerte Bewegungen, Maskenebenen, Streamsounds, Ereignissounds...
Vektorbasierte Bilder, beispielsweise im svg-Format können in FreeMotion importiert und bearbeitet werden.
Man wird von Assistenten und einer reichen Auswahl an Vorlagen und Animationseffekten unterstützt. Der Vorlagen-Assistent erlaubt z.B. das Erstellen von Bannern und Schaltflächen, sowie von animierten Fotoalben und Diashows mit wenigen Mausklicks und ganz ohne Vorkenntnisse der Animationstechnik.
Es können Flash-Animationen (*.swf), sowie Flash-Projektordateien (*.exe) und Flash-Filme (*.flv) importiert und weiterbearbeitet werden. Außerdem können Videodateien (*.mpg, *.wmv, *.asf, *.avi, *.mov) importiert und entweder direkt in die Flash-Animation eingebettet oder als Flash-Video (*.flv) exportiert werden. Für den Import von Bildern stehen die üblichen Bitmapformate (*.bmp, *.gif, *.jpg, *.png) zur Verfügung sowie die Vektorformate (*.wmf, *.emf, *.ai, *.svg, *.svgz).
Der Videoimport-Assistent unterstützt
die Vorschau und Bearbeitung eines Videos noch bevor es importiert wird.
Text kann an beliebiger Stelle in die Animation eingebaut werden. Natürlich kann man alle Textparameter einstellen, wie Farbe, Schriftgröße, Schriftart, Schriftstil. Und man kann natürlich auch Hyperlinks erstellen. Die Schriftarten können wahlweise in die Flash-Datei eingebettet werden. Stehr beim Import einer Flash-Datei eine notwendige Schriftart nicht zur Verfügung, so kann man diese durch eine andere ersetzen oder sie als Form (also als Vektorgrafik) importieren.
Namo FreeMotion unterstützt Ereignissounds und auch Streamsounds, die abgespielt werden, sobald eine ausreichende Datenmenge heruntergeladen wurde. Dabei hat man die Wahl zwischen MP3- und ADPCM-Format. Und natürlich lässt sich auch die Abtast- und Bitrate festlegen.
In insgesamt 10 Bedienfeldern hat man jede Aktion und jede Einstellung immer im Blick und jedes der inzwischen recht ausgereiften Bearbeitung- und Auswahlwerkzeuge sofort zur Hand. Natürlich lassen sich alle Bedienfelder nach Herzenslust positionieren, ein- oder ausblenden. Und hat man mal alles durcheinander gebracht, dann bringt man es mit einem Klick wieder zurück auf die Originalposition.
Profis freuen sich über den Action-Script 2.0 Editor mit automatischer Code-Vervollständigung, farblicher Syntaxhervorhebung und mehr.
Die fertige Animation kann als Shockwave-Flash-File (*.swf) oder als Flash-Projektordatei (*.exe) exportiert werden. Handelt es sich lediglich um einen Film, dann exportiert man ihn einfach als Flash-Video (*.flv).
Einzelbilder können aus der Animation exportiert werden, wobei man die Qualität des Bildes (und die resultierende Dateigröße) einstellen kann
Namo FreeMotion erweitert den Bowser um eine Funktion, mit der man Flash-Filme von einer beliebigen Webseite speichern oder (nur IE) zur Bearbeitung direkt an FreeMotion schicken kann (Namo SWF-Catcher).
Namo FreeMotion 2008 ist kompatibel zu Flash Version 4 bis 7 einschließlich ActionScript 1.0 und 2.0. Auch ohne Zugriff auf das *.fla-File können Flash-Animationen importiert und komplett bearbeitet werden. Beim Export lassen sich Actionstript-Einstellungen vornehmen. So kann man zwischen den Versionen 1 und 2 wählen und die Warnstufe für die Typprüfung festlegen.
Pauschal kann man sagen, dass es gegenüber der Version 2006 keine wirklich weltbewegenden Veränderungen gibt. Immerhin sind einige Funktionen hinzugekommen und man kann den Film bzw. bestimmte Ebenen daraus nun direkt im Entwurfsfenster wiedergeben. Die Bedienbarkeit für den Anfänger hat sich dadurch nicht verbessert.
Der absolute Flash-Laie kann auf die Schnelle ein schickes Banner oder ein tolles Flash-Fotoalbum erstellen, indem er den Vorlagen-Assistenten verwendet. Damit geht die Erstellung der Flash-Animation wirklich Kinderleicht. Die selbe Funktion bietet auch schon die Version 2006, so dass sich für den Anfänger ein Upgrade nicht lohnt.
Die deutsche Fassung gibt es nur als Vollversion im ESD-Format. Das Handbuch kommt als PDF-Datei. Es gibt weder Update noch Patche oder Bugfixes.
Besitzer einer englischen Vorversion können leider nicht auf die deutsche Fassung upgraden, sondern nur auf die englische. Dafür gibt es die englische Fassung auch als " boxed" Softwarepaket. Also mit CD und richtigem Handbuch. Und: Shipping is free.
Otto-Normaluser kann Namo FreeMotion bereits gut gebrauchen. Mit Hilfe des Vorlagen-Assistenten kann er einige sehr schöne Flash-Animationen erstellen. Ob das allein schon sein Geld wert ist, das muss allerdings jeder für sich abschätzen. Ein Upgrade von 2006 auf 2008 lohnt sich für den Anfänger überhaupt nicht.
Als ambitionierter Flash-Einsteiger wird man sich über den günstigen Preis freuen und mit Namo FreeMotion seine ersten Schritte machen. Es gibt viel zu lernen. Dafür benötigt man auf jeden Fall mehr als nur das Benutzerhandbuch. Hat man sich gute Grundkenntnisse über Flash aus anderen Büchern angeeignet, dann wird man diese mit etwas Mühe auch in Namo FreeMotion umsetzen und somit die weiterführenden Möglichkeiten von Namo FreeMotion erlernen. Diese weiterführenden Möglichkeiten sind es, die ein Upgrade von 2006
auf 2008 rechtfertigen könnten.
Fortgeschrittene Flash-Bastler können zwar sicher mehr mit Namo FreeMotion anfangen, als der 0815-User. Aber sie werden wohl auch bessere Programme kennen und auch verwenden - allerdings auch zu einem deutlich höheren Preis.
Namo bietet das Programm nicht mehr offiziell an. Restposten sind noch über die Affiliates erhältlich. So lange das geht, biete auch ich diesen Service an.
Die Trial von FreeMotion 2008 liegt mir derzeit leider nur in englisch vor. Die deutsche Trial Version von Namo FreeMotion 2006 findest Du im Downloadbereich. Du kannst sie 30 Tage lang ausprobieren. Das Handbuch im PDF-Format findet sich ebenfalls dort.