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Testbericht

titelbild namo 3

Vorwort

Nachdem Namo WebEditor 3 (Shareware) uns so gut gefallen hatte, waren wir bereit, für die deutsche Fassung von Namo WebEditor 4 auch etwas Geld auszugeben. Also wurden wir zahlender und registrierter Kunde. Bei der Einarbeitung in das neue Programm stapelten sich irgendwann lauter kleine Notiz-Zettel auf dem Schreibtisch. Schließlich erschien es praktischer wenn man die Notizen in den Computer eingab. Was lag näher, als das gleich mit Namo WebEditor 4 zu erledigen. Und so entstand der erste Testbericht.

 

Installation

Die TRIAL:

Nach Aufruf der erhaltenen Datei installierte sich das Programm automatisch. Dabei wurden ein paar Dateien und ein neues Unterverzeichnis voller gleichnamiger DLLs (jeweils wiederum in eigenen Unterverzeichnissen) ins Windows - Systemverzeichnis kopiert. Auch die Registry wurde um einige neue Registrierungsschlüssel bereichert...

Die Vollversion:

Vorsichtshalber hatten wir die englische Trialversion komplett deinstalliert. Dann legten wir die Namo-4-CD ein und die Intallation startete. Wir wählten die Vollinstallation in ein neues Verzeichnis und Namo WebEditor 4 installierte sich daraufhin vollautomatisch. Systemverzeichnis und Registry wurden wieder aktualisiert (genau wie bei der Trial).

Namo WebEditor 4 übernimmt bei der Installation automatisch die Dateiendung " .wej" . Wenn man also zuvor Projekte mit Namo 3 erstellt hatte und nach der Namo 4-Installation auf eine solche doppelklickt, dann öffnet sich Namo 4 und bietet an, dieses Projekt zu konvertieren. Nach der Konvertierung kann das Projekt mit Namo 3 nicht mehr geöffnet werden.

 

Erster Start

Über ein Icon, das wahlweise auf dem Desktop erscheint, wird das Programm einfach aufgerufen. Die Oberfläche ähnelt sehr stark der eines Textverarbeitungsprogrammes. Über das Menü kann man beliebige HTML-Dateien öffnen und dann problemlos weiterbearbeiten. Bei der Erstellung einer neuen Seite hat man bereits die Wahl zwischen zig Vorlagen. Ganz hübsch ist z.B. auch die Möglichkeit, einen Kalender zu erstellen. Oder man wählt eine der hübschen Grußkarten aus. Mit dem Seiten Wizard kann man auf die Schnelle eine komplette, mehrseitige Homepage erstellen lassen. Natürlich kann man auch ganz einfach mit einer leeren Seite beginnen und dann frisch drauf los schreiben. Wenn man will, kann man auf " Hilfe" klicken, und öffnet damit ein ausführliches Lehrbuch, mit dem auch Anfänger sich an die Gestaltung ihrer Webseiten herantasten können.

Wer zuvor schon mit Namo 3 gearbeitet hatte, der wird keinen all zu großen Unterschied feststellen. Damit will ich nicht sagen, dass Namo 4 nicht viel besser ist. Im Gegenteil. Auf die neuen Features kommen wir auch gleich. Aber die Bedienung ist genau so übersichtlich und intuitiv geblieben. Es wird also nicht schwer fallen, von Namo 3 auf Namo 4 umzusteigen.

 

Neue Features

Deutlich mehr
      + zusätzliche Dokumentvorlagenund Komponenten.
        + Vorgefertigte Kalenderblätter
        + Tabellenvorlagen
        + Grußkartenvorlagen.
        ++ Komplette Seite kann als E-Mail verschickt werden
        + Erweiterte ClipArt-Sammlung
        + Erweiterte Themensammlung

Außerdem:
Programmumgebung und Programmhilfe jetzt auch in deutsch
Erweiterte Auswahl zum Einfügen von Multimedia-Objekten
Verbesserte Tabellenbearbeitung
Einfügen und Verwalten von Links innerhalb eines Dokumentes (Lesezeichen)
Automatische Quellcode-Korrektur abschaltbar.
Datenbank Wizard für datenbankgestützte Dokumente

 

Etwas Praxis

Wie schon von Version 3 bekannt, kann man beliebige HTML-Dokumente öffnen (auch mehrere gleichzeitig) und sofort weiterbearbeiten. Mit dem Wizard kann man auf die Schnelle eine komplette HP erstellen. Die verbesserten automatischen Navigationsleisten sparen viel Arbeit und sehen toll aus. Die Homepageerstellung geht leicht von der Hand

Man kann während des Editierens auch einem Link folgen. Dazu muß man die linke " Alt" -Taste gleichzeitig drücken, während man auf den Link klickt. Namo öffnet dann aber stets ein neues Fenster. So kann man zwar wunderbar zwischen verschiedenen gleichzeitig geöffneten Seiten umher schalten, beim Arbeiten mit Frames kann das aber ziemlich nerven, da man stets eine neue große Seite angezeigt bekommt. Von AOLPress kannten wir es so, dass die Seiten im Frameset geöffnet wurden. An dieser Stelle bietet Namo WebEditor kein perfektes WYSIWYG. Dabei ist die Frame-Unterstützung ansonsten sehr gut.

Positiv zu erwähnen ist auch die kinderleichte Tabellenerstellung. Die Größe der Zellen läßt sich einfach durch Ziehen mit der Maus einstellen. Namo bestimmt die Zellengrößen allerdings immer durch absolute Werte in Pixeln. Über " Cell Properties" bzw. " Table Properties" lassen sich aber alle Tabellen-Parameter bestimmen, bzw. nachbearbeiten.

Der eingebaute Quellcode-Editor verwendet Farben, um Tags und Parameter hervorzuheben. Namo überprüft den Code und korrigiert Fehler automatisch. Diese Funktion lässt sich ab Version 4 aber auch abschalten. Man kann den Code dann von Hand optimieren, ohne dass Namo alles wieder umschreibt.

Man kann die Homepage als Projekt erfassen. Dann hat man die Möglichkeit, über ein Projekt-Fenster (den Site Manager) jederzeit alle Dateien und Unterverzeichnisse zu überblicken. Werden Dateien im Site-Manager umbenannt oder verschoben, dann passt Namo WebEditor alle Links und Bildverknüpfungen im Projekt automatisch an.

 

Probleme und Schwächen

Probleme können auftreten, wenn man im Site Manager ein HTML-Dokument in ein anderes Verzeichnis verschiebt und sich darauf verlässt, dass alle Links und Bildverknüpfungen automatisch aktualisiert werden. Das gilt nämlich nicht für das verschobene Dokument selbst. Verschiebt man nämlich eine HTML-Datei in ein anderes Verzeichnis, so bleiben alle darin befindlichen Links und Bildadressen unverändert. Wenn man also dessen Bilder nicht mitverschiebt, dann fehlen die anschließend. Und die Links führen alle ins Nirwana.

Man muss also ein wenig tricksen.
Und zwar speichert man die Seite zunächst mal vom Editor aus unter anderem Namen im neuen Verzeichnis. dabei werden die zugehörigen Bilder einfach mitkopiert oder deren Verknüpfungen an die neuen Gegebenheiten angepasst. Auch die Links werden dabei korrigiert. Erst dann verschiebt man die Datei im Site-Manager, wobei die Links in allen anderen Dokumenten angepasst werden. Man hat nun also im neuen Verzeichnis 2 Versionen der Datei. Nun löscht man die zuvor verschobene Datei und benennt die vom Editor aus gespeicherte Version um in den ursprünglichen Namen. Eine automatische Anpassung sämtlicher Links lehnt man diesmal einfach ab.
 

Beim Publizieren können allein stehende Bilder zu einem Problem werden.
Bilder werden nämlich nur dann publiziert, wenn sie mit einem HTML-Dokument verknüpft sind. Eine Verknüpfung mittels JavaScript wird nicht erkannt. Für solche Bilder muss man also entweder einen anderen FTP-Clienten (WS_FTP) verwenden oder diese zumindest provisorisch in irgend eine Seite einbauen. Die überflüssige Seite kann man dann später wieder löschen.

Beim Publizieren gibt es auch Proble mit " Berarbeitet auswählen" .
Um mit Namo 4 nur geänderte Dateien zu publizieren, wählt man diese aus über:
- Datei - Geänderte Dateien auswählen
Namo WebEditor vergleicht dann das Datum der Dateien vom Server mit dem aktuellen Änderungsdatum der lokalen Dateien. Diese Funktion steht daher auch nur zur Verfügung, wenn die Verbindung zum Server hergestellt worden ist.
Jedoch werden Unterverzeichnisse und deren Dateien stets ausgewählt, auch wenn man daran nichts geändert hatte. Namo kann offenbar die Daten von Unterverzeichnissen nicht vom Server auslesen. Abhilfe schafft es, wenn man im Remote-Fenster alle Unterverzeichnisse durch klick auf das [+] öffnet.
Außerdem kann es vorkommen, dass gewisse Dateien grundsätzlich ausgewählt werden. Dies liegt wohl an deren Datum, wenn es vor dem Jahr 2001 liegt. Abhilfe schafft es also, wenn man diese Dateien einmal bearbeitet, damit das Dateidatum über " 00" liegt.

Das Hinzufügen einer neuen Seite zu einem Projekt, das mittels Seiten-Wizard erstellt worden ist, stellt für Anfänger eine unüberwindliche Hürde dar. Man muss erst kapieren, dass die automatische Navigationsleistenaktualisierung nur stattfinden kann, wenn die Seite im Navigationsbaum entsprechend eingefügt worden sind. Neue Seiten werden aber grundsätzlich nicht automatisch in die Navigationsleiste oder in den Navigationsbaum eingefügt! Hinweise zu dem Thema im Handbuch und in der Programmhilfe sind spärlich und dabei noch gut versteckt. Letztlich also keine echte Hilfe:
Namo WebEditor Hilfe (F1): Karteikarte " Inhalt" + Die Verwaltung Ihrer Seiten + Der Seitenmanager - Die Karteikarte Struktur
Und im Handbuch ab Seite 281 im Kapitel 8.3 " Verwalten der Seiten-Navigation" . Wenn Du dazu Fragen hast, dann wende Dich am besten an unser Forum.

Das Scrollen im Edit-Fenster von Namo 4 läuft deutlich unflüssiger als in Namo 3
Die CPU unseres alten Pentium 2 wurde während des Scrollens zu über 80% ausgelastet!! Beim neuen Rechner, einem Athlon 1Ghz war das nicht mehr so stark spürbar. Moderne Rechner mit mehr als 3 GHz Systemtakt haben damit keine Probleme mehr, so dass dieser Absatz nur noch der Vollständigkeit halber hier stehen bleibt.

 

Bugs

Keine Abstürze
Weder die Version  3 noch WebEditor  4 sind uns jemals abgeschmiert.

Probleme mit Hintergrund bei sehr großen Tabellen
Bei sehr viel Text und Bildinhalt einer Tabellenzelle kommt es vor, dass der Editor die Tabelle nicht mehr vollständig mit dem Hintergrundbild füllt. Löscht man in einer solchen Mammutzelle auch noch ein paar Zeilen, oder verschachtelt man gar mehrere Tabellen ineinander, so rutschen eine oder mehrere Zeilen von unterhalb der Tabelle hinauf, in die Tabelle hinein. Es kam auch schon vor, dass die Hintergrundfarbe einer Zelle nicht in ihr selbst, sondern wahllos irgendwo außerhalb erschien. Beides sind aber nur Darstellungsprobleme. Der HTML-Code ist einwandfrei und im Preview-Modus oder im Browser wird alles richtig angezeigt. 

< /form> -Tag rutscht innerhalb Tabellen in falsche Zelle
Bei Formularen in Tabellen kann das Tag < /form> unter Umständen in eine andere Zelle rutschen. Das kann dazu führen, dass die Formulardaten nicht mehr korrekt übernommen werden. Ab Version 4 gibt es aber die Einstellung " Bestehende HTML-Quelle nicht verändern" . Ist diese aktiviert, lässt sich das Problem im Quellcode-Editor von Hand beheben.

Nach zwei Updates lautet die letzte Versionsnummer nun 4.04.
Oder ganz genau: 4.0.4.34:2113536:45174. Darin sind so ziemlich alle Bugs ausgemerzt. Namo WebEditor 4 ist also ein superstabiles und extrem fehlerarmes Programm.

 

Updates und Upgrades

Wer noch nicht über die neuste Version von Namo 4 verfügt, der kann sich das Update von Namo 4.0x auf 4.04 bei Namo downloaden. Voraussetzung ist natürlich, dass man registrierter Namo-Kunde ist. Hier der Link direkt zum Download:

http://www.namo.com/download/webeditor/update_we4.php

Ein Update von Namo 3 auf Namo 4 gibt es nicht mehr.

 

Fazit

Es ist wirklich schade, dass man Namo WebEditor 4 nicht mehr kaufen kann. Funktionsvielfalt und Bedienbarkeit waren optimal ausgewogen. Das Programm lief superstabil. Bugs musste man mit der Lupe suchen. Der HTML-Code war schlank. Ein optimales Programm für Anfänger, die nichts oder nicht viel von HTML verstehen. Aber auch ein schönes Tool für fortgeschrittene Homepage-Bauer. Konkurrenzprodukte waren entweder teurer oder schlechter als Namo WebEditor 4. Gegenspieler aus der Freeware-Abteilung wurden klar übertroffen.

 

Wo bekommt man Namo WebEditor 4?

Im Handel findet man in der Regel nur die aktuelle Version von Namo WebEditor. Wenn überhaupt, dann bekommt man Namo WebEditor 4 nur noch gebraucht. Der ursprüngliche Preis lag bei 199 DM, also rund 100 Euro.
Zum, Vergleich: Namo 2006 kostet heute zwischen 100 und 149 Euro.

Die deutsche Trial (4.02) kannst Du bei uns downloaden. Auch das Handbuch im PDF-Format (leider nur in englisch) bekommst Du im Downloadbereich.

 

 

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