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Testbericht

titelbild namo 3

Vorwort

Im April 2004 präsentierte Sejoong Namo endlich die Version 6. Die Featureliste von Namo WebEditor 6 war nun so umfangreich geworden, dass man auch einen entsprechend umfangreichen Namen für das Programm ersann: SJ Namo WebEditor 6 Suite.
Diese Suite enthält Namo WebEditor mit vielen Verbesserungen. Außerdem die geringfügig verbesserte Version Namo WebCanvas 1.1, sowie Namo GIF Animator, Namo Image Slicer und Namo Capture. Und ganz neu im Paket: Namo WebBoard.

Gleichzeitig wurde auch die Homepage von www.namo.com überarbeitet. Das Namo-Support-Forum, welches den Dialog zwischen Kunden Support-Team erlaubte, wurde abgeschafft und gegen ein System ausgetauscht, welches nur noch eine Kunden-Frage und eine Support-Antwort erlaubte. - Das sogenannte " Support-Center" . Dieses funktionierte manchmal wohl nicht so richtig. Dies war zumindest die Ausrede des Supports, wenn man überhaupt keine Antwort bekam. Ich habe aber folgende Theorie: Namo WebEditor 6 war gespickt mit Fehlern. Es kamen sicherlich sehr viele Kundenanfragen und Beschwerden. SJ Namo setzt aber aus Kostengründen nicht so viele Leute ein, wie man eigentlich bräuchte (das tut ja heute jede Firma). Außerdem konzentrierte sich SJ Namo nicht nur auf den WebEditor. Es waren einige andere Programme in der Entwicklung. Also konnte man die Anfragen einige Zeit nach Erscheinen von Namo WebEditor 6 einfach nicht mehr bewältigen. Für uns Kunden stellte es sich dann so dar: Das Programm war ein einziger Bug und der Support war nicht erreichbar.

Ich staunte auch nicht schlecht, als ich feststellte, dass sich in dem Programm-Paket nur das relativ dünne Einsteigerhandbuch befand. Natürlich ging ich von einem Irrtum aus und fragte beim Namo-Support nach. Nochmals fiel mir die Kinnlade herunter, denn es wurde mir bestätigt, dass dem deutschen Programmpaket nur noch das 189-seitige Einsteigerhandbuch beiliegt. Das englische Benutzerhandbuch, welches man auch kostenlos als PDF-Datei von Namo.com downloaden kann, hat über 560 Seiten. Die Übersetzung und der anschließende Druck würde den Preis des Programms hochtreiben, sagte man mir. Man soll die Programmhilfe verwenden, welche dem Benutzerhandbuch bereits sehr nahe kommt.

 

Installation

Die Upgrade-Version fragt zuerst nach den Registrierungsdaten der Vor-Version. Die Trial warnt, dass diese Software nur Evaluierungszwecken dienen soll und die Vollversion legt sofort los. Es kommen nur ein paar Abfragen bezüglich Lizenzvereinbarungen und Installationspfad und man kann auswählen, ob man alles oder nur bestimmte Teile des Softwarepaketes installieren will. Schließlich wird alles (gewünschte) vollautomatisch installiert. Und das allergrößte: Für WebBoard wird der Apache-Server mit PHP samt MySQL und   " Zent" installiert und so eingerichtet, dass der Server beim Windows-Start sofort läuft. Nach Abschluss der Installation wird Windows neu gestartet und dabei der " Namo APM-Manager" gestartet, welcher PHP und MySQL steuert. Daraufhin wird man auch gleich von Namo WebBoard begrüßt.

Hier haben wir auch die erste mögliche Fehlerquelle: Wenn man bei der Installation auf den Apache verzichtet hat oder wenn man eine Firewall benutzt und den Apache und PHP nicht zugelassen hat, dann kann WebBoard nicht angezeigt werden.

Wenn man andererseits zuvor bereits einen Apache-Server mit PHP und MySQL am laufen hatte, dann kann die im Windows-Verzeichnis befindliche Konfigurationsdatei " my.ini" durch Namo's ApachePhpMysql-Installation überschrieben worden sein. Vermutlich hat man den Server grade optimal konfiguriert und möchte daher lieber den alten behalten. In dem Falle verzichtet man wohl lieber auf das Namo-APM und kopiert das WebBoard nach der Installation direkt ins eigene Server-Verzeichnis.

Nach der Namo 6-Installation fand ich im Windows-Ordner wie gesagt die Datei " my.ini" für die MySQL-Umgebung, außerdem die Dateien " File0ps.exe" und " php4ts.dll" im Systemverzeichnis. Der Ordner " Adobe" mit dem SVG-Viewer wurde aus dem Verzeichnis System32 gelöscht (wo Namo 5.5 ihn früher installiert hatte) und unter System neu angelegt. Und dann gibt es natürlich noch die neuen Einträge im Startmenü und die beiden neuen Icons auf dem Desktop, sowie eine ganze Anzahl neue Einträge in der Windows-Registrierung. Warum ich all das hier erwähne? Nun, für mich ist ein Programm um so angenehmer, je weniger das Windows-System von ihm verändert wird. Dies erleichtert eine spätere De-Installation und hält das Windows-System schlank.

Na gut. Aber jetzt schauen wir mal, wie das Programm sich nach dem ersten Start so macht:

Erster Start

Erwartungsvoll klickte ich also auf das Icon auf meinem Desktop. Da ich Namo 6 nicht sofort kaufen konnte/wollte, testete ich erstmal die Trial-Version. Daher wurde ich mit folgender Meldung begrüßt.:

" Dies ist eine Testversion von Namo WebEditor 6. Sie können diese Software zu Evaluierungszwecken für einen Zeitraum von 30 Tagen nutzen. Tag 1 des 30-tägigen Testzeitraums."

Ist doch schön, oder? Die wichtigsten Informationen immer zuerst. Ich klicke also auf [Weiter]. Prompt meldet mir meine Firewall, dass WEBEDITOR.EXE gern mit 255.255.255.255 Port 5599 Kontakt aufnehmen möchte. Dieses Feature, welches erkennen soll, ob bereits eine weitere Kopie von Namo WebEditor im Netzwerk läuft, hat schon bei vielen Namo Anwendern Verwirrung gestiftet. " Namo telefoniert nach Haus!" , hieß es sogleich. Ich kann Dich aber beruhigen. Die Adresse 255.255.255.255 liegt im lokalen Netzwerk. Namo WebEditor nimmt also nicht Kontakt zum Internet auf.

Bei der Vollversion läuft es genau so. Nur wird man nicht mit der Trial-Meldung konfrontiert, sondern man muss die Seriennummer und den ellenlangen CD-Key eintippen. Danach ist das komplette Programmpaket freigeschaltet.

 

" Mutter, wir brauchen einen größeren Bildschirm" , entfuhr es mir spontan. In der Grundeinstellung öffnet sich die Oberfläche von Namo WebEditor 6 mit fast allen Bedienfeldern links, rechts und unterhalb des Dokumentfensters. Die Oberfläche stellt alle erforderlichen Funktionen für Formatierung, Gestaltung- und Management zur Verfügung. Über die neue Shortcut-Leiste hat man superschnellen Zugriff auf die wichtigsten Befehle. Aber bei einer Auflösung von 800x600 Bildpunkten bleibt kaum noch Platz für die eigentliche Arbeit am Webdokument. Etwas besser ist es bei einer Auflösung von 1024x768 Bildpunkten. So lange das Dokument aber nicht die volle Bildschirmbreite zur Verfügung hat, ist das eigentlich nicht wirklich WYSIWYG. Also habe ich die " Bedienfelder" erstmal allesamt ausgeblendet (Anzeige  -  Bedienfelder  -  Bedienfelder ausblenden). Damit schaut Namo 6 schon wieder genau so aus, wie man es von Namo 5 gewöhnt ist - Gott sei dank....

Also begann ich einfach mal damit, meine alte Namo-5-Homepage zu bearbeiten und stieß auf das nächste Problem: Nach einer kleinen Änderung in der Navigationsleiste war plötzlich ein Button verschwunden. Nach ein paar weiteren Versuchen war die Navigationsleiste unbrauchbar. Ganz offenbar war Namo 6 nicht in der Lage, neue Buttons einzufügen. Diese waren Bestandteil des angewendeten Themas. Und dieses erkannte Namo 6 offenbar nicht richtig. Kein Themenobjekt konnte eingefügt werden. Da das Thema aber eigentlich auch in Namo 6 verfügbar war, wendete ich es einfach noch einmal auf die gesamte Site an. Danach musste ich meine verkrüppelte Navigationsleiste erneut einfügen. Und siehe da: Nun funktionierte es. Als nächstes bemerkte ich, dass sich ein selbsterstellter Smartbutton ebenfalls nicht bearbeiten ließ. Klar, den hatte ich ja im Ressourcenmanager der alten Version 5 abgelegt. Also musste ich ihn ebenfalls erst in Namo 6 importieren. Natürlich erkannte Namo 6 ihn trotzdem nicht und so musste ich diesen Button auf mehreren Seiten erneut einfügen. Tja, so einfach, wie ich mir das vorgestellt hatte, war die Übernahme der Site mit Namo 6 also doch nicht. Ein Glück, dass ich Namo 6 in ein eigenes Unterverzeichnis installiert hatte, ohne Namo 5 zu löschen.

 

Neue Features

Dies ist nur eine grobe Aufstellung der wichtigsten Neuerungen gegenüber Version 5.5. Alle wichtigen Features von Namo WebEditor 6 findest Du auf der Seite " Features" .

  • Als Vorlage speichern
    Erstellt man ein neues Dokument mittels Datei - Neu, dann öffnet sich der Ressourcen-Manager und man hat die Wahl zwischen einigen Dokument-Vorlagen. Bisher war es aber nicht möglich, diese Vorlagensammlung durch eigene Ideen zu ergänzen, bzw. vorhandene Vorlagen zu ändern. Ab Version 6 kann man nun ganz einfach ein HTML-Dokument als Vorlage abspeichern.
  • Schnelles Publizieren
    Hiermit kann man Dateien sofort zum Server hochladen, ohne dass es noch weiterer Eingaben bedarf. So kann man z.B. auch eine geänderte Datei schnell aus dem Editor heraus publizieren, ohne dass man erst umständlich ins Publikationsfenster wechseln muss.
  • Bedienfelder
    Ganz neu in Namo Webditor sind die zahlreichen Geschwister des schon bekannten " Eigenschaften-Inspektors" - diese " Bedienfelder" , die man am Rand links und rechts und unter dem Eingabefeld findet, soweit man sie aktiviert. Damit sollen alle wichtigen Parameter ständig sichtbar sein. Das Eingabefeld wird dadurch allerdings ziemlich winzig. Aber man kann die Bedienfelder ja einzeln oder auch komplett ausblenden.
  • Bildeffekt " Text einfügen" wieder da!
    Der schon aus Namo 4 bekannte Effekt wurde in Namo 5 weggelassen und auf vielfachen Wunsch nun in Namo 6 wieder eingebaut.
  • Medienassistent
    Medienbezogene Objekte, wie Flash, Shockwave oder AVI Filme oder WAV und MIDI-Klänge wurden aus dem Objekt-Menü herausgenommen und haben ein eigenes Menü erhalten. Neu in diesem Menü " Medien" ist der Medien-Assistent. Mit ihm wird das Einfügen solcher Multimediaobjekte wesentlich erleichtert.
  • CSS-formatierbare Ebenen
    Ebenen lassen sich nicht nur leicht einfügen, man kann sie nun auch per CSS formatieren. Das geht dank eines neuen Buttons [Stil] in den Ebenen-Eigenschaften.
  • Schweberahmen
    ... sind spezielle Ebenen, die mittel CSS-Formatierung float:left vom Text umflossen werden. Diese Ebenen verhalten sich also wie ein Bild.
  • Inlineframe
    Namo WebEditor unterstützt nun auch IFRAMEs.
  • JavaScript
    Ein paar weitere Scripte wurden dem Skript-Assistenten hinzugefügt. Die Scripte wurden außerdem überarbeitet, so dass sie zu IE und Netscape/Mozilla kompatibel sind. Das Script " Uhrzeit einfügen" unterstützt leider kein deutsches Datum/Zeitformat mehr.
  • CSS-formatierbare Scroll-Leisten
    Die Farben der Scroll-Leisten können per CSS bestimmt werden. Das wird zumindest vom Internet Explorer richtig angezeigt. Ab Namo 6 kann man die Farben ganz bequem in einem Menü mit Vorschaufunktion auswählen.
  • Verbesserter Editor für Smart-Buttons (Smart ClipArt)
    Seit Version 5.5 gibt es WebCanvas. Der Smart-Button Editor wurde dadurch abgelöst. Es war, als ob man nun mit Kanonen auf Spatzen schießen sollte. Die Bedienung des Programms wurde dadurch unnötig erschwert. Ab Version 6 gibt es wieder einen Smart-Clipart-Editor - eine vereinfachte Version von WebCanvas.
  • Gemeinsam genutzte Inhalte
    Abschnitte eines HTML-Dokumentes, die sich auf mehreren Seiten wiederholen, können als externe Datei gespeichert werden. Namo WebEditor merkt sich die HTML-Bausteine als Datei im Homepage-Ordner. Mittels Site-Manager behält er den Überblick, in welchen Dokumenten die Bausteine verwendet werden. Ändert man einen solchen Abschnitt, dann aktualisiert Namo WebEditor automatisch die Abschnitte aller anderen verbundenen Seiten. Danach muss man sämtliche geänderten Seiten publizieren.
  • SSI
    Unterstützung von Server Side Includes. Auch hiermit lassen sich Inhalte in externe Dateien auslagern. Außerdem lassen sich dynamische Inhalte erstellen. Der Server fügt auf Grund von SSI-Befehlen die Inhalte abhängig von SSI-Variablen ein. Voraussetzung für die Nutzung von SSI ist also ein Server, der SSI unterstützt.

 

Etwas Praxis

Namo WebEditor 6 bietet die totale Übersicht, dank der vielen " Bedienfelder" und gleichzeitiger Anzeige von WYSIWYG und HTML Code. Damit nähert sich Namo WebEditor ein wenig an den Dreamweaver an. Leider gehen diese Bedienfelder recht verschwenderisch mit dem Platz um. Aber wem das zu viel ist, der kann diese Ansichten auch einzeln oder ganz abschalten. Bei einer Bildschirmauflösung von 1024x768 oder geringer empfiehlt sich das sogar sehr.

Es ist uns schon beim Wechsel von Version 3 auf 4 aufgefallen, und auch als wir Version 5 zum ersten mal benutzten:Mit jedem Update steigen auch die Anforderungen des Programms an die Hardware. So ist auch bei Namo 6 der Ressourcenhunger größer geworden und offenbar wird auch für die Anzeige des Editors wieder eine schnellere Grafikkarte vorausgesetzt. Unser " alter" 1-GHz-Rechner mit Onboard-Grafikchip benötige jedenfalls einige Zeit, um das Bild zu aktualisieren. Das spürte man schon beim Start des Programms, aber besonders stark beim Scrollen. Erst mit dem neuen Rechner, einem Pentium4 mit 2,8 GHz und Radeon 9200 Grafikkarte fühlt man sich wieder einigermaßen wohl.

Besonders erwartungsvoll war ich auch bezüglich dem neuen WebBoard. Ich probierte erstmal auf dem lokalen Rechner herum und versuchte ein neues Namo-Forum auf die Beine zu stellen. Aber ich merkte schon bald, dass diesem " umfassenden und leicht zu nutzenden Programm zum Aufbau von Internetforen" nicht wirklich viel zu entlocken war. Egal wie ich mich bemühte, es sah niemals wirklich gut aus und irgendwie wirkt es immer sehr unübersichtlich. Aber das mag noch alles Geschmacksache sein. Der dicke Hund kam zum Schluss, als ich das Ding endlich auch mal online auf dem Server ausprobieren wollte. WebBoard verlangt unbedingt nach dem " Zend" -Optimizer. Und den konnte mir mein Provider damals noch nicht anbieten. Ohne " Zend" läuft das Namo WebBoard nicht. Und damit war das Thema für mich erledigt. WebBoard lohnt die Mühe nicht und Geld würde ich dafür auch nicht ausgeben.

Genau wie bei seinen Vorgängerversionen ist auch bei Namo 6 der HTML-Code nicht W3C-konform. Aber er ist schlank und kann leicht nachbearbeitet werden. Der Quelltexteditor enthält auch eine verbesserte Funktion zur Quelltextüberprüfung. Man kann nun prüfen, ob der Code kompatibel zu verschiedenen Browsern oder zu verschiedenen HTML-Standards ist. Und da man den WYSIWYG-Editor und den HTML-Quellcode simultan anzeigen lassen kann, ist es den Profis möglich, ihren Code stets im Auge zu behalten und Anfänger können sehr viel dabei lernen.

 

Probleme und Schwächen

Rechtschreibprüfung

Eine korrekt arbeitende Rechtschreibprüfung benötigt natürlich auch eine entsprechend korrekte Datenbank. Diese ist bei Namo WebEditor noch nie besonders gut gewesen. Immerhin arbeitet diese Funktion jetzt in Version 6 ganz passabel. Was Namo nicht kennt, das kann man ins Benutzerwörterbuch übernehmen. Aber: Namo kennt nach wie vor auch eine ganze Anzahl unsinnige Worte. Nicht nur dass er diese blödsinnigen Begriffe in der Rechtschreibprüfung vorschlägt, nein er erkennt solche Worte natürlich auch als richtig und bemerkt solche Tippfehler dann natürlich nicht.

Übrigens: In der Trial-Version funktioniert die deutsche (und auch die französische) Rechtschreibprüfung überhaupt nicht.
 

Menü " Einfügen" zu lang.

Das Hauptmenü " Einfügen" hat so viele Einträge, dass es zumindest bei unserer Kombination von Bildschirmauflösung und Schriftgrößen kaum auf den Bildschirm passt. Das hat zur folge, dass es nach oben verrutscht und unmittelbar nach dem Klick auf " Einfügen" befindet sich der Mauszeiger über dem Menüpunkt " Bild" , worauf sich sofort dessen Untermenü öffnet. Das nervt ein wenig.
 

Vorsicht, Funktion " Frameset-Vorschau" speichert alle zum Frameset gehörenden HTML-Dokumente

Für die Vorschau eines kompletten Framesets ist es unumgänglich, dass sämtliche zugehörige HTML-Dateien gespeichert werden. Nun legt Namo WebEditor 6  aber nicht entsprechend viele temporäre Dateien an. Er überschreibt kurzerhand die Originaldateien. Neu in Version 6 ist zumindest eine Sicherheits-Abfrage. Aber wenn man diese mit OK bestätigt, dann werden die Änderungen gespeichert und die Originaldateien überschrieben.

Also vorsicht! Wenn die Änderungen nicht gespeichert werden sollen, weil man z.B. nur mal etwas ausprobieren wollte, dann Finger weg von der Frameset-Vorschau. Wenn man die Vorschau unbedingt verwenden will, dann sollte man von den im Frameset verwendeten Dateien eine Arbeitskopie anlegen und diese an Stelle der Originaldateien editieren.

Anzahl der Themenvorlagen stark reduziert

In der Version 6 kam eine einzige neue Themenvorlage hinzu. 36 Themen fehlen aber! Und auch die 7 Themen, die man von der Namo-Homepage downloaden konnte, gehören bei Namo 6 nicht automatisch zum Lieferumfang. [Liste] Das führt zwangsläufig zu Problemen, wenn man eine Website mit Namo 6 weiter bearbeiten will, die zuvor mit Namo 5 und einem der nun fehlenden Themen erstellt wurde. Wenigstens gibt es im Ressourcenmanager von Namo 6 eine Funktion zum Import alter Namo5-Themen.
 

Image-Maps: Anfasser nicht sichtbar

Wenn man auf einem Bild eine Image Map (Hotspot) erstellt hat, dann zeigt Namo 6 zwar den gestrichelten Rahmen an, aber es fehlen die " Anfasser" . Diese werden nur sichtbar, wenn man den Hotspot mit der Maus anfasst und ein wenig verschiebt. Runde Hotspots lassen sich dadurch nicht so bequem bearbeiten, da man die Anfasser erst mit der Maus " ertasten" muss, bevor man z.B. die Größe ändern kann.

 

Bugs

Hilfe, meine Zeilen werden immer länger. Warum funktioniert der Zeilenumbruch nicht mehr?

Unter bestimmten Umständen fügt Namo WebEditor 6 in den eingegebenen Text lauter " geschützte" Leerzeichen ein, anstatt normale. Hat man erstmal eine solche Mammutzeile eingetippt, dann werden alle anderen Zeilen automatisch an diese Zeilenbreite angepasst und das gesamte Layout wird breiter und breiter.....

Namo WebEditor erzeugt automatisch immer dann ein No-brake-space, wenn man vor oder hinter einem normalen Leerzeichen ein weiteres Leerzeichen einfügt. So weit ist das auch richtig. Aber wenn man in Namo 4 oder 5 ein Leerzeichen VOR einem vorhandenen Leerzeichen einfügt, dann wird stets das letzte Leerzeichen (also das bereits vorhandene) zum No-brake-space und das eingegebene Leerzeichen bleibt normal. Namo 6 wandelt aber stets das Leerzeichen um, das man gerade eingegeben hat. Das vorhandene (normale) Leerzeichen wird vor der Schreibmarke her verschoben und dadurch wird jedes weitere Leerzeichen wieder zum No-brake-space umgewandelt. Und das führt dann zu einem Problem, insbesondere wenn man die Leerzeichenmarkierungen nicht aktiviert hat und daher nichts davon bemerkt... Man kann diesen Effekt also sichtbar machen, wenn man die Leerzeichen-Markierungen einschaltet (Anzeige - Markierungen > Leerzeichenmarkierungen). Im Editor werden dann normale Leerzeichen mit einem kleinen grauen Punkt dargestellt. Geschützte Leerzeichen hingegen sind rot.

Das Problem tritt immer dann auf, wenn man einen bestehenden Text ergänzen will und vor einem Leerzeichen (also links davon) ein weiteres Leerzeichen eingibt um dann weiter zu schreiben. Leider bemerkt man es oft erst, wenn man schon einen ganzen Absatz geschrieben hat und sich schon ein Dutzend geschützte Leerzeichen im Text befinden. Wie man die dann einigermaßen stressfrei wieder los wird, das verrate ich in der Trickkiste.

Der HTML-Quelltext wird durch viele leere Zeilen immer mehr aufgeblasen

Unter unbekannten Umständen fügt Namo WebEditor 6 in den Quelltext Leerzeilen ein. Das geschieht wohl während des Editierens, aber auch, sobald man das Dokument speichert. Je öfter man es bearbeitet und speichert, desto stärker scheinen sich die Leerzeilen zu vermehren. Selbst wenn man sich die Mühe macht und alle Leerzeilen von Hand aus dem Quelltext entfernt, sind einige oder alle nach dem Speichern wieder da! Der HTML-Quelltext wird also immer weiter aufgeblasen, ohne dass man es verhindern kann!

 

Hyperlinks in Listen werden im Editor nicht geöffnet! (Alt-Klick)

Wenn man im Editor einen Link mit gedrückter linker Alt-Taste anklickt, dann folgt der Editor diesem Link und öffnet die Seite in einem neuen Fenster. Bei einem Lesezeichen, das sich in einer Aufzählungsliste befindet, funktioniert Alt-Klick aber nicht! Man kann zwar per Rechtsklick auf das Kontextmenü zugreifen und dort " Hyperlink öffnen" auswählen, aber direkt per Alt-Klick kann man den Link nicht öffnen.
 

Skript-Assistent: kein deutsches Anzeigenformat für die Uhr

Will man mittels Skript-Assistent eine Uhr einfügen, so wird nur die amerikanische und englische Schreibweise angeboten. In Namo WebEditor 5 (deutsch) konnte man zwischen verschiedenen Anzeigen in deutschem Format wählen. Namo 6 bietet aber auch in der deutschen Programmversion nur die amerikanische Schreibweise mit Slashes und AM/PM an. Eine vorläufige Lösung für das Problem findest Du in der Trickkiste.
 

Diashow-Bug im Album-Assistenten führt zu Fehlermeldung in Mozilla/Netscape-Browsern

Verwendet man im Album-Assistenten den Album-Stil " Diashow" und aktiviert die automatische Weiterschaltung nicht, weil man eine manuelle Weiterschaltung mittels link wünscht, dann zeigt z.B. Mozilla Firefox eine Fehlermeldung an. Mehr dazu in der Trickkiste.
 

Im Site-Manager werden Dateien nicht nach Type sortiert

Klickt man in der Dateiliste " Sitedateien" auf die Spaltenüberschrift " Name" , dann werden die Dateien nach Namen sortiert. Auch ein Klick auf " Größe" führt zu dem erwarteten Ergebnis.

Aber macht man die Spalte " Typ" sichtbar (durch Rechtsklick und entsprechende Auswahl im Kontextmenü) und versucht dann nach Type zu sortieren, dann klappt das nicht. Es wird immer nach der zuletzt aktiven Sortierungsmethode umgestellt.
 

Falsche Farben im Scrollbar-Farben-Assistenten

Ruft man irgend wann einmal den Scrollbar-Assistenten auf, um die Farben, die man zuvor schon damit bestimmt hatte, zu überarbeiten, dann stimmen die Farben für " Flachen Bereich" und " 3D-Effekt" in der Vorschau nicht mehr. Genau gesagt hat der Flache Bereich nun die Farbe, die vorher 3D-Effekt war. Und der 3D-Effekt wurde auf Standard-Grau zurückgesetzt. Bei genauer Betrachtung ist aber der Quelltext noch in Ordnung. Der Scrollbar-Assistent liest die Farben also nur falsch ein. Wenn man aber den Scrollbar-Assistenten mit den falschen Farben durch Klick auf  [  OK  ] schließt, dann werden die falschen Einstellungen gespeichert. Man muss also die falschen Farben jedes mal korrigieren, bevor man den Assitenten beendet.
 

Navigationsleiste in Layouttabelle

Fügt man eine Navigationsleiste in eine Layouttabelle ein, so kann es zu seltsamen Effekten kommen. Oftmals verschwindet die Navigationsleiste einfach. Zumindest im Editor wird sie nicht mehr dargestellt. Dies ist ein klarer Bug in Namo 6. Um das Problem zu umgehen, sollte man die Layouttabelle einfach in eine normale Tabelle umwandeln. Wann immer man noch Änderungen an der Tabelle vornehmen will, kann man sie wieder in eine Layouttabelle umwandeln. Natürlich mit dem Effekt, dass dann die Navigationsleiste wieder unsichtbar wird...
 

Probleme bei der Eingabe von Ä oder ß beim Umbenennen von Navigationsnamen oder Seitentiteln in der Sitestruktur

Unter Windows XP oder Windows 2000 kommt es zu einem Problem, wenn man im Site-Manager in der Sitestruktur den Navigationsnamen umbenennen will und dabei bestimmte Umlaute verwendet. So kann es sein, dass die meisten oder wenigstens einige Umlaute funktionieren, während man z.B. das ß und das Ä nicht eingeben kann. Man kann sich aber behelfen, indem man den Navigationsnamen zuvor in irgend einer anderen Anwendung eintippt und von dort über die Windows-Zwischenablage kopiert und in die Eingabezeile einfügt.
 

Symbolleiste verstümmelt nach Bearbeitung

Füge in eine der Symbolleisten (z.B. die Tabellen-Symbolleiste) einige weitere Schaltflächen und auch einige Separatoren ein. Schließe dann Namo WebEditor und starte das Programm wieder. Du wirst sehen, dass nun die komplette Symbolleistenfläche total verstümmelt ist. Lässt Du die Separatoren weg, dann geht es.
 

Programmabstürze

Nach mehrfachem Rückgängigmachen oder auch nach dem Einfügen einer neuen Zeile nach einer Überschrift und bei diversen anderen Gelegenheiten hängt sich Namo 6 gern auf. Es wird daher allgemein empfohlen, dass man zwischendurch immer wieder abspeichert.. Namo WebEditor 6 stellt auch recht hohe Ansprüche an Grafikkarte und Rechner-Ressourcen. Ich empfehle: CPU mit mindestens 1,5 GHz,. sowie eine schnelle Grafikkarte mit aktuellem Grafiktreiber. 500 MB RAM wären OK, 256 MB sind absolutes Minimum. Bei unzureichenden Rechner-Ressourcen kann es zu Problemen mit der Anzeige und/oder zu weiteren Programmabstürzen kommen. Unser alter 1GHz Rechner mit Onboard-Grafik hatte so große Probleme damit, dass wir Namo  6 nicht für die tägliche Homepageerstellung verwenden konnten. Der Editor wirkte einfach zu behäbig und schmierte regelmäßig ab. Ein Update des Grafiktreibers und der Patch haben etwas Besserung gebracht. Inzwischen haben wir auch einen neuen Rechner. Damit läuft das Programm nicht mehr so behäbig, aber es kommt weiterhin regelmäßig zu Programmabstürtzen! Insbesondere scheint Namo WebEditor für gewisse Funktionen Admin-Rechte zu benötigen. Verwendet man Windows XP als User mit eingeschränkten Rechten, dann ist die Gefahr von Programmabstützen noch etwas höher.

Nach dem Update-Patch: Programm-Hilfe - Index defekt

Neben einigen unwesentlichen Verbesserungen bringt das Namo WebEditor 6 Update-Patch auch einen neuen Bug mit: In der Programm-Hilfe funktioniert der Index nicht mehr. Soweit noch eine Kopie von alten Namo6-Verzeichnis vorhanden ist, kann man die neue Datei " webedit.chm" aber einfach gegen die alte ausstauschen. Wer leider über keine Kopie der alten Hilfe-Datei mehr verfügt, der kann sie downloaden: <   rechtsklick-Speichern  unter  > > download webeditor.chm (2,74 MB).

Fehlerhafter Import von Excel-Tabellen mit Datums-Feldern schon seit Version 5

Wenn man eine Excel-Tabelle importiert, dann werden die Formate von Datums- und Zeitangaben ignoriert und Namo fügt sie in seinem eigenen (amerikanischen) Format ein. Beispiel: aus 31.12.05 wird 12-31-2005. Bei den Zeitangaben werden führende Nullen gestrichen. Aus 05:59 wird dann 5:49. Das Problem besteht schon seit Version 5 (in Version 4 klappte es noch).

 

Updates und Upgrades

Die SJ Namo WebEditor 6 Suite bekam man als Upgrade von allen bisherigen Namo WebEditor Versionen:

Seit 30.07.04 ist ein deutsches Patch für Namo 6 erhältlich

- [ HER MIT DEM PATCH ! ] (User-ID und Passwort erforderlich)

Namo WebEditor 6 läuft mit dem Patch wesentlich stabiler. Außerdem ergeben sich folgende Verbesserungen:

Funktion

Erweiterung/Verbesserung

1

Dokument öffnen

Kein Problem mehr beim Öffnen von Dokumenten, die sehr viele Zellen enthalten

2

Einstellungen

Im Dialogfeld Einstellungen wurden auf den Registerkarten Dokument – Standardeinstellungen und HTML-Quellcode Standardschriftarten festgelegt.

3

HTML-Bereinigung

Nach Einfügen einer Flash-Datei und anschließender HTML-Bereinigung wird das Tag < embed> nicht mehr entfernt.

4

Tabelle

Fehler beim Öffnen von Dokumenten mit Zellen, in die mehr als zwei Ebenen eingefügt wurden, beseitigt.

5

Tabelle

Text in verschachtelten Tabellen wird nun ordnungsgemäß angezeigt.

6

Als Vorlage speichern

Beim Speichern eines Dokuments als Vorlage kannen nun das Originaldokument als Sicherungskopie gespeichert werden.

7

HTML-Bereinigung

Wenn beim Bereinigen von HTML-Dateien die Option " Leere Tags entfernen" gewählt wird, werden < script> -Tags nicht mehr gelöscht.

8

Bearbeiten

Auch die im HTML-Modus vorgenommene Änderungen können nun wieder rückgängig gemacht werden.

9

Stile

Beim Definieren eines Stils werden nun auch Zeichenfolgen wie z.  B. " @import" angenommen.

10

Inlineframe

Programmabsturz   wegen fehlendem < /iframe> kommt nicht mehr vor.

11

Veröffentlichung

Das Publikationsfenster kann geschlossen werden, noch während die lokale Site hochgeladen wird. Das betrifft aber nur die Auswahl " Gesamte Site publizieren" .

 

Fazit

Die von Namo angegebenen Mindestanforderungen (64 MB RAM, 800x600 Bildpunkte) reichen allenfalls, um das Programm irgendwie zu installieren. Aber ganz sicher nicht für die tägliche und effiziente Arbeit damit. Dazu benötigt man mindestens einen 1,5 GHz-Rechner mit einer modernen und schnellen Grafikkarte. Die Auflösung sollte 1280x1024 Pixel betragen, aber nicht weniger als 1024x768. Unser betagter 1-GHz-Rechner kam mit Namo 6 nicht so gut klar. Aber auch mit dem neuen 2,8 GHz-Rechner kommt keine wahre Freude auf. Das Programm schmiert gar zu häufig ab und auch der Bug, der zum Einfügen von geschützten Leerzeichen führt, kostet ziemlich Nerven. Daher hält sich unsere Begeisterung in Grenzen. Ehrlich gesagt verwenden wir für unsere Homepage lieber noch die wesentlich stabilere Version 5.5.

Das ist eigentlich schade, da Namo 6 sehr viele neue und brauchbare Funktionen hat. Insgesamt vereint Namo WebEditor nun viele der besten Funktionen seiner Konkurrenten und ist dabei noch supereinfach zu bedienen. Ähnlich wie Netobjects Fusion arbeitet Namo beispielsweise ebenfalls mit Vorlagen, aus denen sich schnell komplette Web-Auftritte zusammenstellen lassen, wenn diese auch zugegebenermaßen nicht so professionell wirken (Namos Vorlagen wirken eher kunterbunt und etwas verspielt). Was den Funktionsumfang von Namo 6 betrifft, so muss das Programm auch nicht den Vergleich mit den viel teureren Konkurrenzprodukten Dreamweaver oder GoLive scheuen. Und dank der zahlreichen Assistenten lassen sich diese Funktionen auch sehr schnell und komfortabel beim Webdesign anwenden. Programmoberfläche und Bedienung (abgesehen von den Bedienfeldern) haben sich aber gegenüber Version 5 nicht sonderlich verändert, so dass man ohne großartige Einarbeitungsphase darauf umsteigen kann.

Relativ erfreulich war der neue Preis von Namo WebEditor. Denn Namo 6 war nicht teurer als die Vorgängerversion. Ganz im Gegenteil. Namo 6 war wesentlich günstiger. Und natürlich gab es auch wieder ein vergünstigtes Upgrade Weniger erfreulich war es natürlich, wenn man den deutschen Preis z.B. mit dem verglichen hat, was ein Amerikaner zahlen musste. Aber nur kein Neid. Wenn man nach dem geht, was die Großunternehmer immer sagen, dann haben wir Deutschen auch entsprechend (zu) hohe Löhne...

 

Wo bekommt man Namo WebEditor 6?

Im Handel findet man in der Regel nur die aktuelle Version von Namo WebEditor.

Restbestände dürften noch im Handel sein. Neue oder gebrauchte Softwarepakete findet man sicher noch in Online-Auktionen. Man sollte dabei sehr genau darauf achten, ob es sich um eine updatefähige Vollversion in deutsch handelt und ob das Einsteiger-Handbuch zum Lieferumfang gehört. Angesichts der Bugs rate ich aber dringend davon ab, Namo WebEditor 6 zu kaufen. Wenn es eine ältere Version für wenig Geld sein soll, dann empfehle ich die Version 5.5. Wer den vollen Funktionsumfang mit weitgehender CSS-Unterstützung und crossbrowserfähigen Scripts haben will, der sollte zu Namo WebEditor 2006 greifen.

 

 

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